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Sonntag, 30 Mai 2021 08:56

Sehnsucht nach Me(h)(e)r sehen

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Sachen packen, ab ins Auto und dann los ans Meer. Das war vor der Erkrankung an ME/CFS für viele ganz normal. Doch was ist, wenn an manchen Tagen sogar der Weg zur Toilette fast unüberwindbar ist? Was ist, wenn man sich hauptsächlich nur noch in seinen eigenen vier Wänden aufhalten kann? Was ist, wenn alles was vorher so „normal“ war nicht mehr „normal“ ist? Man denkt nicht, dass sich das Leben von jetzt auf gleich ändern kann, aber das tut es, denn das Leben fragt uns nicht, was wir wollen. Es geht seinen eigenen Weg, den niemand von uns kennt.

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Einigen ME/CFS Betroffenen ist es glücklicherweise noch möglich das Meer, die Nord- oder auch die Ostsee zu riechen. Seine Füße von den Wellen bedecken zu lassen. Dieses kalte Gefühl aber auch gleichzeitig dieses Gefühl von unendlicher Freude, da sein zu können. Den Wind durch seine Haare wehen zu lassen. Der Sand, den man nach dem Strandbesuch überall findet, sogar Wochen danach wieder Zuhause. Das was uns früher genervt hat, sorgt inzwischen für ein unglaubliches Glücksgefühl.

Ja und selbst wenn man die Zeit danach viel im Bett oder auf der Couch verbringen muss, ist dieses Erlebnis doch unbezahlbar. Es sind Momente, von denen unsere Seele zehren kann. Momente, die uns für immer im Kopf bleiben. Momente, die uns helfen in schlechten Phasen den Mut nicht zu verlieren. Leider ist dies nicht allen ME/CFS Betroffenen gegönnt und so bleibt eben nur die Erinnerung an das Gefühl von Meeresluft und Sand unter den Füßen...

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