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Wer hat Anspruch auf eine Erwerbsunfähigkeitsrente?
„Wer nicht mehr oder nur noch sehr wenig arbeiten kann, kann unter bestimmten Umständen eine sogenannte Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) erhalten.“ Quelle: VDK
Man geht bei ME/CFS davon aus, dass ca. 75 % der Betroffenen arbeitsunfähig sind. Um finanziell abgesichert zu sein, läuft es bei vielen darauf hinaus, einen Antrag auf Erwerbungsminderungsrente stellen zu müssen.
Man unterscheidet dabei:
ME/CFS bedeutet extreme Erschöpfung, starke Muskel- und Gelenkschmerzen, immer wieder auftretende Wortfindungsstörungen. Viele Menschen wissen aber nicht, dass zu diese Erkrankung nicht „nur“ diese Symptome gehören, sondern auch welche dazu gehören, die nicht typisch ME/CFS sind. Man ist selbst betroffen und fragt sich, ob dieses Symptom denn nun auch zu dieser Krankheit gehören oder damit gar nichts zu tun hat. Sei es eine Übelkeit verbunden mit starkem Brechreiz, die einem morgens schon das Leben schwer macht oder dieses Kribbeln im Fuß was immer auftritt, nachdem man spazieren war. Die Augen, die plötzlich nur noch alles verschwommen sehen aber am nächsten Tag alles so ist, als wäre nie etwas gewesen oder dieses Gefühl komplett zu unterzuckern, nachdem man viel geredet bzw. sich etwas „übernommen“ hat.
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Am 07. April 1948 wurde die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegründet. Anlässlich dieses Gründungsdatums findet jährlich an diesem Tag der Weltgesundheitstag statt. Das Motto in diesem Jahr ist „Building a fairer, healthier world" und setzt den Schwerpunkt auf die gesundheitliche Chancengleichheit (Health Equity). Ziel des Themas ist es dabei, dieses aus der Sicht der WHO vorrangige Gesundheitsproblem ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.
Selbst die Natur ist individuell, kein Ei gleicht dem anderen. Genauso ist es auch mit einigen Krankheiten, wie z. B. MS (Multiple Sklerose), die auch Krankheit der 1000 Gesichter genannt wird und bei keinem gleich verläuft, so gibt es auch bei uns ME Erkrankten, so viele unterschiedliche Verläufe, Symptome und Stadien. Der eine Betroffene schafft noch ein paar Stunden am Tag zu arbeiten, der Andere kann nicht mal mehr alleine den Weg zur Toilette bewältigen. Bei dem Einen sind es die starken Muskel- und Gelenkschmerzen, die ihm zu schaffen machen und bei dem Anderen ist es diese schwere körperliche Schwäche, die ausgeprägte Erschöpfung. Das Gefühl einer Grippe zeigt sich bei dem Einen sehr ausgeprägt, wobei der Andere stattdessen mit extremer Übelkeit kämpft. Bei vielen kommen die genannten Symptome alle zusammen und dazu im schlimmsten Fall noch eine ganze Reihe mehr. Jedoch zeigt sich ME/CFS nicht bei jedem Betroffenen gleich, was auch eine Diagnose so schwierig macht.
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Bevor man an ME/CFS erkrankte, war der Satz „Ich bin müde“ eine ganz normale Aussage. Die Betonung liegt jedoch ganz klar auf „war“, denn dieser Satz treibt wohl so gut wie jeden ME/CFS Betroffenen auf die Palme, wenn der Gegenüber mal wieder äußert, dass er auch chronisch müde ist.
Müde war man nach einem 10 Stunden Arbeitstag im Büro. Müde war man nach der durchtanzten Partynacht morgens um 6 Uhr. Müde war man nach dem Städtetrip, der den ganzen Tag ging. Man hat sich danach in sein Bett gelegt, geschlafen und danach war man wieder fit wie ein Turnschuh - auch wenn es mal mehr als eine Nacht gebraucht hat. Die Erholsamkeit, das Gefühl "Bäume ausreissen zu können", die Schaffenskraft - spätstens nach ein paar Nächten war das alles wieder hergestellt und einfach wieder da.
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Das Leben mutet mir nur so viel zu, wie ich tragen kann
Carmen Katharina SternIst ein Mensch mit einer außergewöhnlichen Situation oder Thematik konfrontiert, wie z.B. mit einer Erkrankung wie ME / CFS, so ist es total verständlich, dass sich Tag und Nacht die Gedanken darum kreisen. Es wird nach Ursachen gesucht, nach Lösungen, das Thema, die Krankheit bestimmt den ganzen Menschen.
Es raubt unser Lachen, es raubt unseren Humor, es raubt uns das letzte bisschen Lebendigkeit, wenn wir dem nichts entgegensetzen. Wir werden hart und verkrampfen noch mehr.
Wie in unserem Beitrag „Durch den Wolf gedreht“ – Warum Schlaf bei ME/CFS nicht erholsam ist“ erklärt, leiden viele ME/CFS-Patienten unter schweren Schlafstörungen. Wir haben für euch hier einige Tipps zusammengeschrieben. Natürlich muss jeder für sich selbst ausprobieren, was ihm hilft. Wir alle sind individuell.
(Hinweis: Es handelt sich hierbei um Empfehlungen von Betroffenen. Wir sind keine Ärzte oder Fachpersonal. Bei Medikamenten setzt euch bitte vorher mit eurem Arzt zusammen.)
„Durch den Wolf gedreht“ – Warum Schlaf bei ME/CFS nicht erholsam ist
geschrieben von SaskiaWir alle haben sicher schon einmal den berühmten Satz „Schlaf dich doch einfach mal wieder richtig aus.“ gehört. Doch bei ME/CFS ist das gar nicht so einfach.
„Schlafstörungen sind unter ME/CFS-Patienten sehr verbreitet und schwerwiegend. Oft kommt es zu Durchschlafstörungen. Der Schlaf ist leicht und nicht erholsam. Erkrankte wachen wie gerädert auf. Auch ein gekippter Tag/Nachtrhythmus wird oft beobachtet.“ (Quelle: https://www.mecfs.de/was-ist-me-cfs/)
„Obwohl Menschen mit CFS oft sehr, sehr müde sind, leiden sie an Schlafstörungen. Sie schlafen schlecht ein, wachen nachts oder sehr früh morgens auf. Sie schlafen lange und viel, fühlen sich tagsüber aber dennoch wie gerädert.“ (Quelle: https://www.apotheken-umschau.de/Nerven/Symptome-und-Diagnose-Wie-erkennt-man-CFS--ME-413777_2.html)
Bis zum heutigen Tag ist vielen Menschen ME/CFS nicht bekannt bzw. haben sie von dieser Erkrankung noch niemals zuvor gehört. Das Alleine ist für all die ca. 250.000 Betroffenen immer wieder traurige Realität. Es wissen aber noch weniger Menschen, dass diese Krankheit nicht nur Erwachsene sondern eben auch Kinder betrifft. Man geht in Deutschland schätzungsweise von 40.000 Kindern und Jugendliche aus, die unter ME/CFS leiden.
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